Kurzauswertung LIK


Grundlage: Vertiefender Unterricht (VU)
Klasse 11c (2000/01) und 11c (2001/02)

Monika Thöm

  1. Positiva:
    • Zielsetzung / Strukturierung LIK entspricht wesentlichen Lernzielen des VU (Informationsbeschaffung, -bearbeitung und -präsentation)
    • damit fruchtbare Unterstützung und Erweiterung des Unterrichts
    • Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Wedel (als Rechercheort mit PC- Ausstattung und Internetzugang, Einführungsveranstaltung mit Handout, individuelle Anleitung der Schüler bei der Recherche, Auswertung der Rechercheprotokolle; Lernort außerhalb der Schule motivierend)
    • Grundsätzlich: Modellrechercheprotokoll (s. aber auch II. Probleme)

  2. Probleme:
    • Präsentation/Dokumentation (s. 5. Abstraktion, S. 3 im Wedel Konzept Dannenberg): sprengt zeitlichen Verfügungsrahmen von 1 Wochenstunde für den geisteswissenschaftlichen Anteil am VU (die 2. Wochenstunde steht der nat.-wiss. Methodik zu), geht damit an der Schulrealität vorbei, da LIK eben nur ein Teilaspekt des VU sein kann, und ist damit nicht zu leisten
    • Modellrechercheprotokoll 2001 zu umfangreich, besser geeignet das Protokoll zu den Olympischen Spielen
    • Zeitrahmen für die Referate (10 Minuten) zu kurz für substantielle Informationen, als sinnvoll hat sich ein zeitlicher Umfang von ca. 25 Minuten erwiesen
    • freie Themenwahl für jeden einzelnen Schüler ohne Vorgaben ist reizvoll, aber auch sehr zeitaufwendig in der Findungs- und Referatphase und erfordert in der Recherchephase eine größere Zahl von Internetzugängen, die in der Schulrealität nicht vorhanden sind, zumal nicht unbedingt jeder Schüler häusliches Gerät zur Verfügung hat; 2000/01 ließ ich jeweils zwei Schüler an einem gemeinsam gewählten Thema arbeiten – sinnvoll auch im Hinblick auf die Einübung von Teamfähigkeit
    • da fächerübergreifende Projektarbeit einen immer größeren Stellenwert im Unterricht erhält und gerade der VU hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten soll, ist es sinnvoll, die Referate einem übergeordneten Projektthema zuzuordnen (in unserem Fall das Projekt „Preußen“) und jeweils Teilaspekte recherchieren, bearbeiten und präsentieren zu lassen
    • eine Informationsbewertung durch die Schüler kann nur sehr eingeschränkt erfolgen, da zu einer Beurteilung der Qualität einer Information umfassendes Hintergrundwissen erforderlich ist, über das Schüler naturgemäß noch nicht verfügen können; auch hier geht LIK an der Realität vorbei.

  3. Fazit:

    LIK wird wegen der unter I. aufgeführten Positiva auf jeden Fall weiterhin fester Bestandteil meines VU sein, gerade auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei; allerdings kann das Programm nur in der unter II. aufgeführten - eingeschränkteren - Form durchgeführt werden.